Chantal

„Ihr Paket ist da!“

Chantal schaute ungläubig auf die Benachrichtigung, die ihr während ihrer langen Reise vor die Haustüre gelegt wurde.

Ob es mit dem jungen Mann zu tun hat, den sie in Erftstadt kennengelernt hatte?

Sehnsüchtig blickt sie aus dem Fenster und denkt daran, wie sie mit ihrem Wagen viele Kilometer dem großen rosa Luftballon folgte, der in der Zunftstraße zum Liegen kam.

Chantal ist eine hübsche und zudem vielbeschäftigte junge Frau.

Sie trinkt ihren Kaffee ausschließlich unterwegs; am liebsten in ihrem schönen Auto.

Es ist ein Tesla-Model, das auch hin und wieder „betankt“ werden will.

Wie gut, dass es „An der Patria“ eine Ladestation gab, wo sie ihren Wagen anschließen konnte.

Bevor Chantal ausstieg, warf sie einen kurzen Blick in den Spiegel und puderte sich noch schnell die Nase.

Sie erkundete die Umgebung.

Alle Mülleimer und auch der Unrat im Strauchwerk verrieten ihr, hier ist McDonalds nicht weit!

Sie hat, weil sie dem Ballon gefolgt ist, die große Leuchtreklame des Fast-Food-Restaurants nicht gesehen.

„Wie praktisch! Essen könnte ich auch was!“, dachte sie und staxelte über die Straße.

Im Schnell-Restaurant angekommen, stand sie dann an einem der neuen Bestell-Terminals und wußte ihn nicht zu bedienen.

Hilfesuchend wandte sie sich an einen jungen Mann, der gerade nach ihr durch die Türe schritt.

Während er ihr erklärte, wie man einen Order an das Personal hinter der Theke schickt, versank und badete sie in seinen Worten.

Ein Held! Ein Helfer! Einer, der weiß, wie es geht!

Er lächelte und bot ihr an, ein Menü für sie beide zu bestellen, welches sie sich dann teilen wollten.

„O ja gerne!“, entwischte es aus ihrer Kehle.

Also einigten sie sich auf 20 geschredderte Hähnchenküken.

„Hier gibt’s kein Bier“ meinte er nach dem Bezahlvorgang.

„Holen wir uns was von der Jet“

„Okay“

Mit einem Reissdorf-Kölsch in der Hand, gingen sie fröhlich schwatzend zurück zu ihrem Auto.

Dort saßen sie nun, aßen, plauderten, lachten und rauchten

Und weil sie sich so gut verstanden, und Chantal den jungen Mann immernoch durch ihre rosarote Brille betrachtete,

nahm das Schicksal seinen Lauf.

Sie fielen übereinander her.

Von der Impotenz, die ihr die L&M-Schachtel versprach, konnte keine Rede sein.

„Moment“, knurrte er, und kramte in seiner Hosentasche.

Und weil Chantal sich mit ihren Acrylnägeln wirklich etwas ungeschickt dranstellte, riss das Kondom.

Chantal schaut noch immer auf den Zettel….“Ihr Paket ist da“….

was soll das heißen?

4 Wochen später kam die Erkenntnis

So oder so ähnlich könnte sich die erste CleanUp Erftstadt-Love-Story abgespielt haben.

Oder sie ist reine Phantasie.

Tatsache aber ist, dass wir das alles, und noch viel mehr, heute innerhalb 3 Stunden an Müll eingesammelt haben.

5 Cleaners waren unterwegs und leisteten einen großartigen Beitrag zum Erhalt unserer Natur und dem Antlitz unserer Gemeinde.

Steffi und Nadine rund um den McDonalds-Kreisel, den maulenden Sack am Rathaus und weiterer Müll, den Irmi, Petra und Marcus entlang der K44 eingesammelt haben, wurden ebenfalls gemeldet.

Euer CUTE💚

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s