Ein Sommer am Liblarer See

Traurige oder erfreuliche Bilanz eines Sommers am Liblarer See? 🤔

Seit genau 16 Wochen stehen die vier Clean-up Mülleimer rund um den See. Sie werden eifrig genutzt von Spazier- und Gassigängern, von Bade-, Picknick- und Partygästen. Mind. 2x pro Woche werden der Weg und die Buchten abgegangen und Kleinkram eingesammelt, 1x wöchentlich erfolgt die Leerung der Mülleimer.

Erfreulich, dass die Badebuchten und der Weg um den See dadurch deutlich sauberer geworden sind, Gefahrenquellen wie Scherben und Kippen reduziert werden konnten.

Traurig, dass ĂĽberhaupt so viel MĂĽll liegen gelassen wird und nicht wieder mit nach Hause genommen wird.

Was wir in dieser Zeit dort rausgeholt haben:

– 32 volle MĂĽllsäcke

– 2 kaputte Schlauchboote

– 4 Luftmatratzen und 6 aufblasbare Wassertiere

– 6 BettbezĂĽge , 1 Decke und 4 HandtĂĽcher

– 1 Pavillon, 2 Sonnensegel

– 2 Standgrills und 21 Einweggrills!

– 3 groĂźe Umverpackungen

– ungezählte Pizzakartons und 6-Packs Bierverpackungen, Windeln und Latschen aller Art sowie

– Unmengen von leeren Flaschen, Taschen- und FeuchttĂĽchern, Zigarettenschachteln, Kippen, Kronkorken und HaschtĂĽtchen.

Erfreulich, dass wir mittlerweile mit dem Angelverein eine Vereinbarung treffen konnten, einen Teil des Mülls dort los zu werden. Erfreulich, dass sich auch die Wassersportfreunde (Kanuclub) bereit erklärt haben,zukünftig eine Tonne für uns aufzustellen. Erfreulich, der Kontakt zu Frau Dr. Engelhardt vom Umweltamt, die sich sehr für unsere Belange einsetzt. Erfreulich, die schnelle und unproblematische Abholung des Mülls durch den Bauhof. Erfreulich, der Kontakt mit dem zuständigen Förster vor Ort, der uns ebenfalls unterstützt. Danke an alle genannten Stellen!

Traurig, dass alles so unendlich lange dauert, man vom Stellenbesetzungsplan der Stadt abhängig ist, dass für jede Kleinigkeit unterschiedliche Personen zuständig sind, dass die Stadt und das Forstamt nicht einfach gemeinsam die Verantwortung übernehmen und für die Sauberkeit dort sorgen, dass keine Mülleimer mit Deckel zur Verfügung stehen.

Traurig, dass es immer wieder Leute gibt, die sich ĂĽber das Grillverbot hinwegsetzten, ihren MĂĽll einfach liegen lassen, feiern und die Flaschen in den See werfen, zelten und in die Gegend sch…

Traurig, dass FĂĽchse und andere Waldbewohner nachts an die MĂĽlleimer gehen, alles rausholen, die zweifelhaften Essensreste vertilgen und sich evtl. an Scherben verletzten.

Hier ein kleiner Eindruck und ein GroĂźteil der gesammelten Sommer-MĂĽll-Menge. Bildet Euch selbst ein Urteil.

Text und Foto: Silke Schäfer

Euer CUTEđź’š

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